Historischer Hintergrund
Ferdinand Maximilian von Österreich, bekannt als Maximilian von Habsburg, war Kaiserlicher Prinz, Erzherzog von Österreich und später Kaiser von Mexiko.
Seine Faszination für die Marine brachte ihn dazu, eine militärische Laufbahn einzuschlagen. Er erreichte schnell hohe Offiziersränge und spielte eine bedeutende Rolle bei der Modernisierung des Hafens von Triest sowie beim Aufbau der kaiserlichen österreichischen Flotte. Später wurde er Gouverneur des Lombardo-Venezianischen Königreichs, bis er am 27. Juli 1857 Prinzessin Charlotte, die Tochter des belgischen Königs, heiratete. 1859 zogen sich Maximilian und Prinzessin Charlotte ins Privatleben zurück und verbrachten viel Zeit in Triest, wo sie den Bau des Schlosses Miramare in Auftrag gaben.
Von der wilden Schönheit des Kaps von Grignano fasziniert – einem karstigen, nahezu vegetationslosen Steilfelsen über dem Meer – erwarb Maximilian gegen Ende des Jahres 1855 mehrere Grundstücke. Der Grundstein des Schlosses wurde am 1. März 1856 gelegt. Am Heiligabend 1860, als der Rohbau fertiggestellt war, bezogen Maximilian und Charlotte das Erdgeschoss des Gebäudes.
Der österreichische Ingenieur Carl Junker entwarf das Schloss im eklektischen Stil, wobei er Elemente der gotischen, mittelalterlichen und Renaissance-Architektur miteinander verband. Maximilian war es außerdem ein Anliegen, dass die Natur in diesem Kontext ihren Platz fand: Deshalb ließ er das Schloss von prächtigen Gärten umgeben.






